Expertentipps von Stephan Heym…

…Geschäftsführer der RKW Thüringen GmbH

Was genau sind Mikrofinanzinstitute (MFI)?

Stephan Heym: Als Mikrofinanz-Institutionen werden Organisationen bezeichnet, die finanzielle Basisdienstleistungen wie Kredite auch Kunden zur Verfügung stellen, die von herkömmlichen Banken aus verschiedenen Gründen nicht bedient werden. Sie müssen beim DMI (Deutsches Mikrofinanz Institut e. V.) akkreditiert sein und empfehlen die Vergabe von Krediten über die GLS-Bank. Ebenso haften sie für 20 Prozent der Kreditausfälle.

Gibt es in jedem Bundesland Mikrofinanzinstitute?

Stephan Heym: Ja, eine Zuordnung ist über die Homepage der GLS Bank verfügbar.

Sind die Konditionen überall gleich?

Stephan Heym: Ja.

Welche Geldsumme wird bei Mikrokrediten maximal aus­gezahlt?

Stephan Heym: Erster Kredit bis 10.000 Euro, zweiter Kredit bis 15.000 Euro, dritter Kredit und weitere bis 20.000 Euro.

Welche Unterlagen sollte ein Bewerber mitbringen?

Stephan Heym: Businessplan, Betriebswirtschaftliche Auswertung (bei Bestandsunternehmen), Planung der nächsten zwei Jahre, Aufstellung über andere Kredite, Schufa-Auskunft, Lebenslauf, Einnahmen-Ausgaben-Übersicht.

Aus Ihrer Erfahrung: Was sind typische Stolpersteine für Jungunternehmer bei der Beantragung und Bewilligung der Finanzierung?

Stephan Heym: Unklare Vorstellungen über das Geschäftskonzept und die Rückzahlung des Kredites.

An welche längerfristigen Bedingungen ist die Auszahlung der Gelder gebunden?

Stephan Heym: Zahlung der monatlichen Raten und frühzeitige Information des Kreditnehmers an MFI, wenn Probleme auftreten. ■

 

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