Schutzschild vom Boss mit Pferdefüßen

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gilt als eine der wichtigsten Versicherungen für Arbeitnehmer, denn sie schützen vor dem Risiko, nicht mehr arbeitsfähig zu sein. Auch Architekten und Bauingenieure, die den Gefahren auf Baustellen ausgeliefert sind, sollten eine solche Police abschließen. Bei Vorerkrankungen ist das jedoch schwierig – entweder die Versicherungen schließen bestimmte Erkrankungen aus oder die Beiträge steigen in schwindelerregende Höhen. Nun soll ein von der Zurich Versicherung vorgestelltes Modell diese Lücke schließen. Ohne Gesundheitsprüfung könnten Arbeitnehmer gegen Berufsunfähigkeit versichert werden – und zwar vom eigenen Arbeitgeber. Für den sind die Konditionen recht günstig. Die Beiträge sollen 25 bis 50 Prozent unterhalb privat abgeschlossener Verträge liegen, die Versicherung kann jährlich gekündigt werden. Kling alles recht gut, ist es aber nach Angaben von Timo Voss, Bund deutscher Versicherungen, nicht. Seiner Meinung nach sei der Verzicht auf eine Gesundheitsprüfung zwar gut, aber der Arbeitnehmer müsse im Falle eines Firmenwechsels eine Rentenversicherung abschließen, wenn er den Berufsunfähigkeitsschutz privat weiterführen möchte. Außerdem versichert die Zurich keine Selbständigen und nur Belegschaften ab 100 Mitarbeitern, womit Handwerksbetriebe oder Architektur- und Ingenieurbüros wieder ohne den wichtigen Versicherungsschutz dastehen.

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