Der Architekt Ben van Berkel

Ben van Berkel ist einer der führenden Köpfe der zeitgenössischen niederländischen Architektur. Seit 1988 leitet er gemeinsam mit der Kunsthistorikerin Caroline Bos ein Architekturbüro in Amsterdam. Die einzigartige Verbindung von digitalem Design mit ausgefallenen Formen und Materialien haben „UNStudio“ mittlerweile zu internationalem Ansehen verholfen. Fließende Formen und flexible Konzepte sind das Markenzeichen des Büros, wie zum Beispiel im Möbius-Haus im niederländischen Het Gooi: Die gesamte Infrastruktur beruht auf der endlosen Form eines Möbius-Bandes.

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Empfang im UNStudio.
Foto: Christian Richters

Herr van Berkel, Sie haben Ihr Büro 1998 in „UNStudio“ umbenannt. Der Name steht einerseits als Abkürzung für United Networks, impliziert aber andererseits eine Negation von Studio. Was ist so „UN“-typisch an Ihrem Büro?

Ben van Berkel: Dass sich unsere Arbeit nicht länger ausschließlich im Büro abspielt. Wir verfügen über ein weltumspannendes Netzwerk von befreundeten Architekten, Modeschöpfern, Fotografen und Künstlern. Oder denken Sie an die verschiedenen Hochschulen, an denen ich unterrichte: Harvard, die Städelschule in Frankfurt … Die kommunikativen Abläufe sind nicht länger auf das Büro beschränkt, der eigentliche Mehrwert des Netzwerks liegt außerhalb. Das wollten wir mit dem Namen UNStudio ausdrücken.

Viele Architekturbüros vor allem in Nordeuropa haben sich von traditionellen hierarchischen Strukturen und Denkweisen frei gemacht. Gilt das auch für UNStudio?

Ben van Berkel: Absolut. Wir haben uns vor allem von der Auffassung gelöst, dass ein Architekt sich nur auf die Gestaltung von Gebäuden zu spezialisieren hat. Wir möchten kulturelle Innovationen, in gewisser Weise kulturelle Errungenschaften hervorbringen. Das geht weit über das allgemeine Verständnis von Architektur hinaus.

Welche Rolle spielt dabei der Netzwerkgedanke?

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Ben van Berkel, Architekt, Amsterdam
Foto: Inga Powilleit

Ben van Berkel: Netzwerke sind mittlerweile in aller Munde, doch als wir die Netzwerk-idee 1999 umsetzten, waren wir Vorreiter. Kaum jemand beschäftigte sich damals mit Netzwerken, vielleicht mit Ausnahme des französischen Soziologen Bruno Latour. Im Architekturbereich war das eine absolute Neuerung. Man muss sich klarmachen, wer die Akteure innerhalb eines Netzwerks sind, zwischen welchen Personen die wichtigen Informationen ausgetauscht werden. Das ist beim Design nicht anders. Wir haben begriffen, dass die Ideen, die beispielsweise in die Gestaltung eines Möbelstücks einfließen, Auslöser für eine Reihe weiterer Ideen für ganz andere Projekte sein können. Nehmen wir einmal den Sessel, den ich für Walter Knorr, den Vizepräsidenten der Universität von Illinois, designt habe. Er basiert auf dem Thema Reflexion und wie die Vorstellungen von Reflexion und Zurücklehnen miteinander in Verbindung treten, wenn man auf diesem Sessel sitzt. Diese gedankliche Verbindung fließt dann unter Umständen auch in andere Projekte des Büros ein.

Der Trend geht in der Architektur also zum Netzwerk?

Ben van Berkel: Das kann ich nicht beurteilen, das Netzwerk entspricht auf jeden Fall meinen Vorstellungen. Es gibt viele verschiedene Arten von Architekten, und ich gehöre zu denjenigen, die sich von diesem Netzwerkgedanken inspirieren lassen, um kulturelle Errungenschaften zu entwerfen. Manchmal sehe ich Architekten ein wenig wie Modeschöpfer – wir entwerfen die Kleidung für die Zukunft der Welt.

Nun, die Kreationen der großen Modeschöpfer auf den internationalen Fashion Shows sind zwar schön anzusehen, aber nur für einen sehr kleinen Teil der Bevölkerung erschwinglich …

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UNSTudio Tower, ein von UNStudio entworfenes Bürogebäude in Amsterdam, Niederlande
Foto: Christian Richters

Ben van Berkel: Unsere Architektur ist nicht unerschwinglich, auch wenn wir ab und zu tatsächlich für die „Fashion Shows“ arbeiten. Manche Entwürfe erweisen sich als schwer realisierbar, doch wenn man sein Handwerk versteht, kann man mit den Ausführungstechniken spielen. Letztlich ist das genau wie bei der Haute Couture: Die Kleider auf den Laufstegen sind in erster Linie als Prototypen zu verstehen. Erst später werden die Design-ideen in vereinfachter Form für den täglichen Gebrauch nutzbar gemacht.

Dank Ihrer internationalen Erfahrungen hätten Sie Ihr Büro an jedem Ort der Welt eröffnen können. Warum sind Sie nach Amsterdam gegangen? Bieten die Niederlande besondere Vorteile für die Arbeit als Architekt?

Ben van Berkel: Nun, zunächst einmal lebt es sich in Amsterdam sehr gut. Die Verkehrsanbindung ist durch den Flughafen hervorragend. Ich bin in der Nähe meiner Freunde, der Designer Victor & Rolf, Marcel Wanders … Es gibt in der Stadt viele Kreative, die international tätig sind. Das ist das Schöne an den Niederlanden: Wir besitzen viel Kultur auf kleinstem Raum, genießen eine hohe Lebensqualität und sind dabei sehr kosmopolitisch. Nicht zuletzt können wir hier auch auf eine großartige Architekturtradition zurückblicken. Davon können wir noch eine Menge lernen. Ich wohne gerne hier, es ist ein schönes Land.

Niederländische Architekten haben für die Entstehung der modernen Architektur im 20. Jahrhundert eine bedeutende Rolle gespielt. Sehen Sie sich in dieser Tradition?

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Innenaufnahmen Mercedes Benz Museum, Stuttgart.
Foto: UNStudio

Ben van Berkel: Schon, doch eher in einer Art Pionierrolle. Natürlich bin ich hier auf-gewachsen und zur Schule gegangen, meine Architekturausbildung habe ich aber vor allem in London bei der Architectural Asso-
ciation absolviert. Das war eine schöne Zeit und meine Arbeit wurde durch die vielen internationalen Einflüsse nachhaltig geprägt. Auch die Studien befreundeter Kollegen in den USA haben mich sehr beeinflusst, so dass ich mich heute irgendwo zwischen dem europäischen und angelsächsischen Raum situiere.

Sie haben in den Büros von Zaha Hadid und Santiago Calatrava gearbeitet. Welche Einflüsse hatte dies auf Ihre Arbeit? War es schwierig, sich von diesen „Göttern“ der internationalen Architekturszene zu emanzipieren?

Ben van Berkel: Damals waren sie ja noch keine Götter. Ich habe 1987 für Santiago Calatrava gearbeitet. Damals wurde gerade der Bahnhof Stadelhofen in Zürich fertig gestellt. Es war eine großartige Erfahrung, bei diesem Projekt dabei zu sein, auch wenn ich nur an ein paar Brücken mitarbeiten durfte. Aber ich liebte das Büro, wir waren gerade einmal zwölf Leute und in einer Art Selbstfindungsphase. Die Bekanntheit kam erst später, das war auch bei Zaha so. Als ich für sie arbeitete, war sie meine Lehrerin an der Architectural Association. Sie arbeitete damals an dem Entwurf des Freizeit- und Erholungsparks „The Peak Leisure Club“, eines ihrer ersten Projekte. Ich habe von beiden eine Menge gelernt, auch wenn ich hinterher meinen ganz eigenen Arbeitsstil, meine eigenen Ideen entwickelt habe. Mein Credo war immer, so viel zu bauen wie möglich, denn Architektur zu entwerfen ist wie ein Instrument zu spielen: Entweder man praktiziert es vier bis fünf Stunden täglich oder man bringt es nie zum Erfolg. Ich versuche immer, mein Bestes zu geben – das ist alles, worauf es für mich ankommt.

Nun gehören Sie selbst zu den Superstars der internationalen Architekturszene. Wie ergeht es den jungen Architekten, die bei UNStudio für Sie arbeiten?

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Innenaufnahmen Mercedes Benz Museum, Stuttgart
Foto: UNStudio

Ben van Berkel: Ich glaube, die jungen Architekten lernen bei uns eine Menge. Ich versuche sie darauf vorzubereiten, wie schwierig es heutzutage ist, sich als selbständiger Architekt über Wasser zu halten. Das liegt nicht nur an der Wirtschaftslage, sondern auch an dem enormen Konkurrenzdruck, der überall herrscht und ständig weiter zunimmt. Gleichzeitig ermutige ich sie, sich eine passende Nische zu suchen. Es gibt viele Marktnischen, die meisten Architekten sind nur nicht besonders innovativ. Die Zukunft eröffnet Architekten eine unglaubliche Vielfalt von Möglichkeiten, sie müssen sie nur erkennen und ergreifen.

Sie arbeiten ausgesprochen experimentell und viele Ihrer Entwürfe wirken sehr komplex. Wie schaffen es die Bauingenieure, mit Ihrer Kreativität Schritt zu halten?

Ben van Berkel: Meine Entwürfe sind gar nicht so schwer zu realisieren, wie viele glauben. Das Geheimnis liegt darin, mit den richtigen Leuten zu arbeiten, die sich mit den Geometrien auskennen, die wir zugrunde legen. Zugegeben, die Entwürfe wirken auf den ersten Blick äußerst komplex, doch nehmen wir einmal das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart: Wir haben dort mit sehr vielen Wiederholungen größerer Details und Konstruktionselemente gearbeitet, um das Projekt möglichst effizient zu gestalten. Es mag also sehr komplex aussehen, ist aber in Wirklichkeit sehr rationell. Viele Kunden sind erstaunt, wenn sie erfahren, dass unsere Entwürfe in der Umsetzung nur zwischen drei Prozent und zehn Prozent mehr kosten als eine herkömmliche Konstruktion. Die meisten rechnen mit dem Doppelten. Wir haben die Kosten dank neuer Konstruktions- und Designtechniken gut unter Kontrolle. Man darf diese externen Faktoren nicht außer Acht lassen und nicht nur daran denken, der Nachwelt ein spektakuläres Bauwerk zu hinterlassen. Unser Ziel ist ein anderes: Wir wollen die Qualität des Architektenhandwerks ständig weiter verbessern.
Möbel zu entwerfen gehört ebenfalls zu Ihrer kreativen Arbeit. Ist die Möblierung für Sie Teil des Gebäudes?

Ben van Berkel: Nein, nicht wirklich. Aber ich entwerfe gerne Möbel, und ich arbeite auch gerne in verschiedenen Bereichen. Mich reizt die Vorstellung, dass durch die Nicht-Spezialisierung vielleicht ein Stück zeitgenössischer Architektur auf andere Disziplinen abfärbt, wie auch die Herangehensweise an Architektur sehr unterschiedlich sein kann, je nachdem, aus welcher Disziplin man kommt.

„Entre les deux portes“ ist ein Wohnungsbauprojekt in Brüssel. Der Entwurf weist ausgesprochen organische Formen auf. Ist dies eine Verneigung vor der Jugendstilarchitektur, für die die belgische Hauptstadt berühmt ist?

Ben van Berkel: Das hat mich tatsächlich sehr beeinflusst. Ich habe mich lange mit der Geschichte des Jugendstils beschäftigt und mir gefällt diese kleine Anspielung.

Fühlten Sie so etwas wie Verantwortung für die altehrwürdigen Gebäude im unmittelbaren Umfeld des Projekts?

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Möbius-Haus im niederländischen Het Gooi (Innenansicht)
Foto: UNStudio

Ben van Berkel: Das nicht, aber ich probiere gerne Neues aus. Natürlich achte ich auf das architektonische Umfeld und dass die Maßstäbe stimmen. Inmitten einer städtischen Bebauung kann man die Maßstäbe nicht einfach so über den Haufen werfen. Das macht es für mich so schwierig, im städtischen Raum zu arbeiten. Der andere Aspekt ist, dass ein Bezug zum Ort und seiner Geschichte geschaffen werden muss. Das kann auf die unterschiedlichste Weise erfolgen. Bei der Erasmusbrücke gibt es beispielsweise eine gedankliche Verbindung zu den Lastkrä-
nen im Hafen von Rotterdam und ihrer Bedeutung für die industrielle Entwicklung der Stadt. Genau so habe ich auch in Brüssel gearbeitet.

In Deutschland gibt es immer wieder heftige Diskussionen um den Wiederaufbau im Krieg zerstörter Baudenkmäler. In der Bevölkerung gibt es offenbar eine Vorliebe für historisierende architektonische Lösungen. Wie stehen Sie dazu?

Ben van Berkel: Das ist gar nicht mein Fall. Geschichte zu kopieren finde ich nicht besonders spannend. Ich bin der Überzeugung, dass die Architektur nach vorne schauen muss. Natürlich darf man auch mal Inspiration aus der Vergangenheit schöpfen, aber nur um sie weiterzuentwickeln, zu verändern, zu etwas Zeitgenössischem zu machen. Ich glaube an das Morgen, nicht an das Gestern.

Wie schafft man es, den Wunsch nach neuer, außergewöhnlicher Architektur mit den oft konservativen Vorstellungen der Bauherrn zu vereinbaren?

Ben van Berkel: Das ist eine Frage der
Kommunikation. Wir haben gelernt, die Dinge, die uns wichtig sind, unseren Kunden
so nahe zu bringen, dass sie sie mit uns tei-len. Wenn sie das nicht tun, ist das natürlich ein Problem. Aber man muss dem Kunden auch zuhören können. Manchmal äußert der Kunde seine ganz eigene Sicht auf einen bestimmten Ort, und dann treten wir miteinander in einen Dialog. Und selbst wenn ich meine eigenen Vorstellungen dann nicht durchsetzen kann, begleite ich den Entstehungsprozess.
Übernehmen die Bauherrn eine aktive Rolle in diesem Prozess?

Ben van Berkel: Eine entscheidende, schon rein finanziell … (lacht)

Gibt es Situationen, wo direkter Einfluss auf Ihre Arbeit als Architekt genommen wird?

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Möbius-Haus im niederländischen Het Gooi (Außenansicht)
Foto: UNStudio

Ben van Berkel: Das nicht, aber manchmal ist es nicht ganz einfach. Die meisten Kunden sind sehr umgänglich und haben Vertrauen in meine Arbeit. Manche jedoch – vor allem jetzt in der Wirtschaftskrise – reagieren nervös, dann wird aus jedem Cent eine große Sache gemacht. Man muss heutzutage ein wenig mehr auf die Kunden eingehen als früher.

Mit welchen Fragen werden sich Architekten in der Zukunft vermehrt beschäftigen?

Ben van Berkel: Wir werden verstärkt auf Klimaschutzfragen eingehen müssen. Das ist ausgesprochen wichtig, denn die Wärmeeffizienz vieler Gebäude könnte deutlich höher liegen. Auch sollten Architekten häufiger versuchen, etwas mit ihrer Arbeit auszudrücken. Wenn ein Gebäude keine unterschiedlichen Lesarten zulässt oder nicht zum Nachdenken anregt, weil es keinen bleibenden Eindruck hinterlässt, ist es uninteressant. Architektur muss kommunizieren.

Sie unterrichten die Architekturklasse der Städelschule in Frankfurt. Sehen Sie Unterschiede zwischen dem Architekturstudium in Deutschland und den Niederlanden?

Ben van Berkel: Nein, überhaupt nicht. Auffällig ist allerdings der Trend bei deutschen Studenten, nach dem Abschluss ein Postgraduiertenstudium aufzunehmen. Das ist eine neuere Entwicklung. Ansonsten sehe ich keinerlei Unterschiede zwischen den Studierenden. Bei UNStudio arbeiten auch sehr viele deutsche Absolventen.
Was vermitteln Sie in Ihrem Unterricht?

Ben van Berkel: Ich bringe den Studierenden bei, ehrlich zu sich zu sein und ihr Talent realistisch einzuschätzen. Und ich bringe ihnen bei, dieses Talent mit Hilfe der neuesten technischen Mittel richtig zur Geltung zu bringen. Dazu gehören Entwurfstechniken ebenso wie Überlegungen zur Verwendung der richtigen Geometrien, Materialien und Konstruktionstechniken. Ich versuche in der Ausbildung stets innovativ zu sein, damit die Studierenden jetzt schon lernen, was sie in vielleicht sechs Jahren wirklich brauchen werden. Dafür fordere ich auch viel von ihnen.

Glauben Sie, dass ein Auslandsaufenthalt für Architekten erforderlich ist?

Ben van Berkel: Nicht unbedingt, aber internationale Erfahrungen sind immer von Vorteil. Es gibt in England einige hervorragende Universitäten, aber auch in Europa, zum Beispiel das Berlage Institute in Rotterdam. In Asien gibt es ebenfalls interessante Einrichtungen für ein Postgraduiertenstudium, zum Beispiel in Hongkong.

Sie können auf eine langjährige Erfahrung zurückblicken. Was würden Sie mit dem Wissen von heute anders machen, wenn Sie wieder am Anfang Ihrer Karriere stünden?

Ben van Berkel: Vermutlich würde ich mein Büro mit mehreren Partnern gründen. Heutzutage ist das die beste Möglichkeit, um sich über Wasser zu halten, mit vier, fünf Mann zu starten, um auf sichereren Beinen zu stehen. Selbständigkeit ist ein ziemlich hartes Brot, und der Trend geht wohl insgesamt in diese Richtung. Immer öfter sieht man auch Architektinnen, die sich zusammenschließen. Das finde ich eine interessante Entwicklung.

Welchen guten Rat möchten Sie den TALIS-Lesern noch mit auf den Weg geben?

Ben van Berkel: Lesen Sie auch weiterhin TALIS, dann sind Sie bestens informiert.■

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Ein Beitrag von Dr. Irving Wolther
Diplom-Journalist_Diplom_Übersetzer_Dr._Irving_Wolther,_seit_März_2013_im_Vorstand_von_Deutsch_Türkisches_Netzwerk_e.V._(DTN),_sowie_Inhaber_der_Marke_phonos

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