Interview: „Gute Jobchancen für Architekten“

Die deutsche Wirtschaft entwickelt sich – abgesehen von kleinen Konjunkturschwächen – prächtig. Auch der Arbeitsmarkt verändert sich vielversprechend. Inwieweit auch Architekten und Bauingenieure davon profitieren, fragte TALIS Berufsstart Susanne Meßmann, Arbeitsmarktexpertin der Bundesagentur für Arbeit.


Arbeitsmarktexpertin Susanne Meßmann

Foto: BA für Arbeit

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Die deutsche Wirtschaft ist auf Wachstumskurs. Inwiefern wirkt sich das auf den Arbeitsmarkt für Architekten aus?

Susanne Meßmann: Der Arbeitsmarkt für Architekten ist eng mit der Entwicklung der Baubranche verknüpft. Angesichts nach wie vor niedriger Zinsen und einer weiterhin hohen Investitionsbereitschaft, sowohl im gewerblichen und öffentlichen Hochbau als auch im Wohnungsbau, stellt sich die Situation für die Baubranche weiterhin sehr gut dar. Positiv zu vermerken ist ebenfalls, dass die Arbeitslosigkeit sowohl von Architekten als auch von Bauingenieuren trotz gestiegener Absolventenzahlen leicht gesunken ist.

Wie gestaltet sich derzeit der Berufseinstieg für Studienabsolventen?

Susanne Meßmann: Erste Erfahrungen mit dem Bachelor zeigen, dass es für Bachelorabsolventen der Architektur nicht ganz leicht ist, eine adäquate Anstellung zu finden. Darüber hinaus richten sich nur wenige Stellenausschreibungen explizit an Berufseinsteiger. Hier kann man jedoch nur ermutigen, sich auch als Berufseinsteiger selbstbewusst zu bewerben und sich auch von Rückschlägen nicht verunsichern zu lassen. Grundsätzlich gilt jedoch: Je mehr Praxiserfahrung ein Bewerber oder eine Bewerberin mitbringt, desto besser sind auch die Chancen auf eine adäquate Beschäftigung. Projektarbeiten während des Studiums, Praxissemester oder Praktika in den Semesterferien wirken sich positiv auf die Chancen beim Berufseinstieg aus.

Wie hat sich der Arbeitsmarkt für Architekten entwickelt?

Susanne Meßmann: Der Arbeitsmarkt für Architekten hat sich im letzten Jahr sehr gut entwickelt: Ein großer Teil ist sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Dazu kommt noch ein nicht unerheblicher Anteil von rund 40 Prozent der Architekten, die selbständig tätig sind. Zukünftige Herausforderungen werden für Architekturbüros und öffentliche Institutionen in der Sicherung ihres Fachkräftenachwuchses bestehen. Denn etwa jeder sechste abhängig beschäftigte Architekt ist derzeit bereits 55 Jahre oder älter und dürfte in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen. Nachwuchs wird also zunehmend gesucht.

Wenn es mit einer Anstellung nicht klappt – welche Alternativen haben junge Architekten?

Susanne Meßmann: Generell ist die regionale Mobilität bei hochqualifizierten Fachkräften sehr wichtig. Wenn es also in der Heimatregion nicht klappt, sollte man unbedingt auch in anderen Regionen Deutschlands suchen. Grundsätzlich kann auch die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, für eine gewisse Zeit ins Ausland zu gehen. Die Bundesagentur hilft hier gerne und vermittelt Stellen im Ausland. Eine Alternative stellt auch die Weiterqualifizierung in einem Masterstudiengang dar. Hier besteht die Möglichkeit, sein Know-how zum Beispiel im betriebswirtschaftlichen Bereich auszuweiten und sich dadurch besser am Markt zu positionieren. Nicht außer Acht gelassen werden sollte bei entsprechender Berufserfahrung und finanzieller Voraussetzung die Tätigkeit als Freiberufler. Für wen eine selbständige Tätigkeit nicht in Frage kommt, der sollte auch nach Stellen Ausschau halten, die nicht direkt für Architekten beziehungsweise Bauingenieure ausgeschrieben sind. So bieten sich zum Beispiel im Bereich Immobilienmanagement oder Journalismus durchaus Tätigkeitsfelder für diese Berufsgruppen.

Wie wird sich der Arbeitsmarkt für Architekten in Zukunft entwickeln?

Susanne Meßmann: Der sich abzeichnende demografisch bedingte Ersatzbedarf dürfte – selbst bei leicht steigenden Absolventenzahlen im Bauingenieur- und Architekturbereich – zu guten Jobchancen beitragen. Junge Menschen, die sich für ein Studium der Architektur oder im Bauwesen entscheiden, können daher aktuell auf gute Arbeitsmarktchancen setzen. (Interview: Dipl.-Ing. Ute Schroeter)

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der Beschäftigten in Architektur- und Ingenieurbüros sind weiblich. In den Büros sank der Frauenanteil in den letzten 10 Jahren um 1,7 Prozentpunkte.

TAGE

dauert es durchschnittlich, ehe eine ausgeschriebene Stelle für akademische Baufachkräfte besetzt werden kann. An der sogenannten Vakanzeit lässt sich das Nachfrageniveau für Fachkräfte recht gut ablesen.